5 Fragen an Helmar Hanak

In einem Kurzinterview von fünf Fragen stellen wir Ihnen unseren neuen Kollegen Helmar Hanak vor. Er ist seit dem 1. Oktober 2015 als Referent der Servicestelle Offene Hochschule Niedersachsen tätig.

Wer ist eigentlich Helmar Hanak?
Ja, das habe ich mich auch gefragt (lacht). Ich würde mich mal als aufgeschlossenen Menschen bezeichnen, der die Arbeit hier als eine wichtige, neue Herausforderung sieht. Ich bin jemand, der nicht so richtig still sitzen kann bis die Sachen erledigt sind. Dann bin ich lieber mal bis halb neun im Büro und schaffe die Sachen vom Tisch. Das ist zuhause genauso. Mein Mann sagt immer: „Jetzt setz´ dich doch auch mal aufs Sofa!“, aber ich kann das erst, wenn ich weiß, dass es ist nichts mehr zu erledigen gibt.

Worin sehen Sie den Reiz Ihrer neuen Stelle?
Den Reiz sehe ich ganz klar darin, dass die Arbeit für mich jetzt operativer wird. Ich war bisher in erster Linie forschend mit den Themen Durchlässigkeit, Anrechnung und Anerkennung beschäftigt. Durch meine Promotion zu dem Thema bleibe ich auch noch einige Zeit mit der Uni Marburg verbunden. Aber zum Beispiel die konkrete Arbeit in der Beratung von Einzelpersonen aus unterschiedlichen Zielgruppen zu Studiengängen etc. reizt mich sehr. Nach meinem Empfinden ist in dem Bereich der Öffnung der Hochschulen noch viel Luft nach oben. Ich bin der Meinung, da kann und muss noch viel passieren und ich möchte meinen Teil dazu beitragen, um das Ganze voranzubringen und zu bewegen.

Wie sind Sie zur Servicestelle gekommen?
Mehr oder weniger zufällig. Ich habe die Ausschreibung gesehen und gedacht „Warum eigentlich nicht?“. Nach einer entsprechenden Bewerbung wurde ich eingeladen, hatte ein gutes Gespräch und als ich im Urlaub war, ist die Zusage gekommen. Das war natürlich großartig und ich freue mich sehr, dass ich nun hier bin.

Wie haben Sie die erste Zeit in der Servicestelle erlebt?
Sehr produktiv mit sehr, sehr vielen neuen Eindrücken in ganz unterschiedlichen Bereichen. Zum einen galt es in das Aufgabengebiet meines Vorgängers einzutauchen und zu erfassen, was auf dieser Stelle konkret getan wurde und was ich zukünftig zu bearbeiten habe. Zum anderen war es wichtig die Arbeit der Servicestelle im Allgemeinen kennenzulernen. Dazu gehörte auch zu gucken, was die Kolleginnen machen, wo es Schnittmengen gibt und in welchen Feldern sich die Arbeiten überschneiden. So können Synergieeffekt genutzt werden. Wenn ich etwas sehe, wo ich weiß, ah, da arbeitet die Kollegin dran, dann leite ich ihr das weiter. Das ist für mich effiziente Arbeit, die sehr sinnvoll ist und großen Spaß macht. Es freut mich, dass die Zusammenarbeit hier in der Servicestelle nach meinen ersten Erfahrungen sehr gut funktioniert und auch groß geschrieben wird. Natürlich ist es inhaltlich eine Herausforderung das Feld im Rahmen meiner Arbeit für die Servicestelle kennenzulernen. Es gibt auch viele Anknüpfungspunkte in Bezug auf die Anrechnungsthematik, für die ich einiges von meiner bisherigen Tätigkeit mitbringe. Ich hoffe, dass ich das letztendlich zu einem guten Arbeitsergebnis für die Servicestelle kombinieren kann.

Was wollen Sie hier in der Servicestelle erreichen?
Ich möchte die Servicestelle in ihrer Verortung voranbringen und zur weiteren Öffnung der Hochschulen beitragen, mit allem was dazu gehört. Das ist eine Mammutaufgabe und als Einzelaufgabe schwer zu fassen. Aber ich denke und hoffe, dass ich mit meiner Arbeit entsprechende Einflussnahme habe. Ich bin gern bereit fachlich anspruchsvolle Diskussionen zu führen und auch mal Streitgespräche, wenn es denn sein muss. Wichtig ist mir dabei, dass dies sachlich und reflektiert passiert. Das Thema „offene Hochschule“ umspannt ganz, ganz viele Bereiche und berührt damit ganz viele unterschiedliche Akteure und Akteurinnen. Genau das ist die große Herausforderung: Die einzelnen Bedürfnisse, Verständnisse und Zielsetzungen der Akteure und Akteurinnen in Einklang zu bringen. Dabei orientiere ich mich gern an einem Sinnspruch von einem deutschen Physiker, von Georg Christoph Lichtenberg. Der hat mal gesagt: „Es ist fast unmöglich die Fackel der Wahrheit durch ein Gedränge zu tragen, ohne jemanden den Bart zu sengen“. Da ist viel Wahres dran und ich freue mich auf das was kommt.