Studie über Anrechnungspraxis

Immer mehr beruflich Qualifizierte interessieren sich für die berufsbegleitenden und weiterbildenden Studienangebote der Hochschulen. Dabei kommt dem Thema Anrechnung außerhochschulisch erworbener Kompetenzen eine Kernfunktion zu und spielt eine wichtige Rolle für die Durchlässigkeit zwischen beruflicher und akademischer Bildung. In den letzten zwölf Jahren wurde das Thema Anrechnung im Bildungssystem politisch stark befördert, beispielsweise durch entsprechende Empfehlungen der Kultusministerkonferenz, die Erweiterung des Hochschulzugangs für beruflich Qualifizierte und verschiedene Förderprogramme des Bundes und der Länder zur Öffnung der Hochschulen. Seit der Aufnahme einer Verpflichtung zur Anrechnung außerhochschulisch erworbener Kompetenzen in die ländergemeinsamen Strukturvorgaben kann sich keine Hochschule mehr der Aufgabe entziehen, entsprechende Anrechnungsregelungen zu erlassen.

Vor diesem Hintergrund wurden im Rahmen der Studie „AnHoSt“ unter Leitung von Frau Prof. Dr. Anke Hanft exemplarisch unterschiedliche in der Praxis bestehende Anrechnungsmodelle und -praktiken in Studiengängen verschiedener Hochschulen näher untersucht. Durch die Studie sollte insbesondere ermittelt werden, welchen Rahmenbedingungen Anrechnung an Hochschulen unterliegt und wie die Implementierung von Anrechnungsregelungen und -verfahren in der Praxis erfolgt. Ziel war es, das Spektrum der Anrechnung unterschiedlicher Hochschultypen und -studiengänge aufzuzeigen, um hieraus erste Einschätzungen zur bestehenden Praxis der Anrechnung an Hochschulen abzuleiten und auf Forschungsdesiderate sowie politische Handlungsbedarfe hinzuweisen.

Die Ergebnisse der Studie zeigen, dass Hochschulen die Anrechnungsmöglichkeiten sehr unterschiedlich nutzen und dass es sogar innerhalb von Hochschulen von Studiengang zu Studiengang verschiedene Anrechnungspraktiken gibt. An den Hochschulen fand sich eine Vielfalt von Anrechnungsmodellen, die von eher pragmatisch motivierten und implementierten Anrechnungsmodellen bis hin zu hochschulstrategisch begründeten Kooperationsmodellen zwischen hochschulischen und außerhochschulischen Bildungsträgern reicht. 

Die vollständige Studie finden Sie hier.