Wie erkenne ich die Qualität von Angeboten?

Grundsätzlich gibt es wenigstens zwei Merkmale, die die Qualität von Studienangeboten aufzeigen. Das eine Merkmal betrifft die anbietende Institution, in diesem Fall die Hochschule. Wichtig ist hier nicht die Trägerschaft, wohl aber die staatliche Anerkennung der Hochschule. Nur wenn eine Hochschule staatlich anerkannt ist, ist sie zur Vergabe akademischer Grade (Bachelor, Master, Doktor) berechtigt.  

Das zweite Qualitätsmerkmal betrifft das einzelne Studienangebot. Nur wenn ein Studiengang durch eine berechtigte Agentur akkreditiert ist, also qualitätsgeprüft ist, sollte auf ihn verwiesen werden. Zentral im deutschen Akkreditierungssystem ist die Stiftung zur Akkreditierung von Studiengängen in Deutschland – Akkreditierungsrat, die eine eigene Datenbank aller akkreditierten Studiengänge bereitstellt.

Für hochschulische Angebote im Bereich der wissenschaftlichen Weiterbildung, die mit Zertifikaten oder Teilnahmebescheinigungen abschließen, gibt es kein allgemeines Gütekriterium, da hier unterschiedlichste Formate (von Tagesveranstaltungen bis zu mehrjährigen Kontakt- oder Gasthörendenstudiengängen) hinzuzählen. Ein Indikator der Wertigkeit eines Angebotes kann die Vergabe von Kreditpunkten gemäß des European Credit Transfer System (ECTS) sein. Dies bedeutet, dass der Inhalt einer Weiterbildung hinsichtlich Niveau und Inhalt überprüft ist und in Form der Zahl der Kreditpunkte eine Aussagen darüber getätigt wird, ob und bis zu welchem Umfang die erworbenen Kompetenzen auf ein etwaiges Studium angerechnet werden können.