Informationen für Hochschulen

Die Studierendenjahrgänge sind zunehmend heterogen zusammengesetzt. Was die Hochschulen zunehmend vor neue Herausforderungen stellt: Studierende aus dem Ausland, die im Zuge des Bologna-Prozesses nach Deutschland kommen, Studierende mit Hochschulzugangsprüfungen, Studierende, die neben ihrem Studium persönliche Pflichten erfüllen, wie z. B. die Versorgung von Familienangehörigen, und Studierende, welche die Volljährigkeit noch nicht erreicht haben und aufgrund des G8 und des Aussetzens der Wehrpflicht vermehrt an die Universitäten strömen. Seit der Änderung des Niedersächsischen Hochschulgesetzes in 2010 gehört neben den MeisterInnen, staatl. geprüften TechnikerInnen und BetriebswirtInnen sowie den Absolventen von anerkannten Berufsfortbildungen auch die Gruppe der sogenannten 3+3er dazu. Diese besitzen durch ihre dreijährige Berufsausbildung sowie dazugehörigen drei Jahren Berufserfahrung eine fachbezogene Hochschulzugangsberechtigung. Die Gruppe der beruflich Qualifizierten stellt insgesamt ein großes und noch nicht ausreichend angezapftes Potential für die akademische Aus- und Weiterbildung dar. Darüber hinaus sind die beruflich Qualifizierten zur Vermeidung bzw. Behebung des wachsenden Fachkräftemangels in Deutschland entscheidend.

Die Hochschulen in Niedersachsen sind entscheidende Akteure bei der akademischen Ausbildung der neuen Zielgruppe der beruflich Qualifizierten, denn die Hochschulen entscheiden eigenständig, welche berufliche Qualifikation einen Fachbezug zu den Studiengängen der jeweiligen Hochschule aufweist und damit eine Hochschulzugangsberechtigung darstellt. Darüber hinaus sind es die Hochschulen, die berufsbegleitende Studien- und Weiterbildungsangebote entwickeln und durchführen, die für Berufstätige eine attraktive Studienmöglichkeit darstellen.

Informationsveranstaltung in der Servicestelle Offene Hochschule Niedersachsen gGmbH.

Die Hochschule Hannover unterstützt …

… die Servicestelle bei einer Informationsveranstaltung für Auszubildende von VW Nutzfahrzeuge.

Beruflich Qualifizierte haben besondere Bedarfe in Bezug auf Information und Beratung, Gestaltung des Übergangs an die Hochschule, Vorbereitung auf ein Studium, Unterstützung in der Studieneingangsphase, Anrechnung im Beruf erworbener Qualifikationen und Kompetenzen sowie berufsbegleitend studierbarer Angebote. Bisher ist es nicht an jeder Hochschule gelungen, diese Bedarfe in der Ansprache von Studierenden, der Studierendenberatung, der Angebotsentwicklung, der Anrechnungsverfahren u. v. m. angemessen zu berücksichtigen.

Wie ist die Situation an Ihrer Hochschule?

  • Wir beraten und begleiten Sie bei der Entwicklung passender Informationen und Prozesse für die Bedarfe der beruflich qualifizierten Studieninteressierten und Studierenden.
  • Wir stellen einen produktiven Austausch her, der Transparenz über good practice in der Information, Beratung und Unterstützung beruflich Qualifizierter beim Übergang an die Hochschule und über good practice bei der Entwicklung von berufsbegleitend studierbaren Angeboten herstellt.
  • Wir vernetzen Sie mit unseren Unterstützern und Netzwerkpartnern, die ähnliche Fragen bearbeiten wie Sie oder die bereits für Sie interessante Ergebnisse erarbeitet haben.
  • Ihre Fragen, Anregungen, Hinweise sind willkommen, wir freuen uns auf Ihren Kontakt.