Buchvorstellung

Der vorliegende Band „Offene Hochschulen – die Neuausrichtung der Hochschulen auf Lebenslanges Lernen“ wurde herausgegeben von Anke Hanft und Katrin Brinkmann. Die Publikation ist 2013 im Waxmann-Verlag erschienen und beschäftigt sich mit den Projekterfahrungen am Modellstandort Oldenburg. Dort waren „die Arbeitsvorhaben des Projektes ‚Offene Hochschule‘ in eine Reihe weiterer Reformvorhaben eingebunden…, um die Universität auf die Anforderungen immer heterogener werdender studentischer Zielgruppen auszurichten.“ (Anke Hanft, Offene Hochschulen – die Neuausrichtung der Hochschulen auf Lebenslanges Lernen, S. 9) Die Befunde werden in diesem Band zu wesentlichen Aspekten zusammengetragen.

Eingangs beschreiben die Autoren hochschulseitige Voraussetzungen des Lebenslangen Lernens und gehen auf die Erwartungshaltungen und die Bedürfnisse von Studierenden in unterschiedlichen Lebenslagen ein.

Foto Buch Waxmann 280

Nach der Betrachtung der Öffnung der Hochschulen für neue Zielgruppen im Hochschulkontext und mit besonderem Fokus auf die niedersächsische Entwicklung, werden im dritten Kapitel konkrete Maßnahmen zur Gestaltung von Übergängen zwischen beruflicher Bildung und Hochschulbildung vorgestellt. Hier finden sich Befunde eigener Analysen und Forschungen und es wird gezeigt, wie hochschulseitige Beratung und Unterstützung den Studienerfolg verbessern kann.

Die Schaffung flexibler Lernwege und die Entwicklung einer vielfältigen Angebotsstruktur an berufsbegleitenden Studien- und Weiterbildungsmöglichkeiten ist das Kernthema im vierten Kapitel. Die Autoren beschäftigen sich mit Kooperationsmöglichkeiten zwischen öffentlichen Hochschulen und Unternehmen der Weiterbildung, der Vernetzung mit internationalen Studiengängen und der Ausgestaltung von berufsbegleitenden Studien- und Weiterbildungsmöglichkeiten für berufstätige Zielgruppen.

Das bereits vor dem Hintergrund der Gestaltung von Übergängen diskutierte Thema der außerhochschulisch erworbenen Kompetenzen und Qualifikationen wird schließlich unter dem Aspekt der Anrechnung von beruflich erworbenen Kompetenzen auf Hochschulstudiengänge und Erfahrungen aus der Praxis erörtert. Es findet sich eine Vorstellung der durchgeführten Äquivalenzvergleiche zwischen Hochschulstudiengängen und Abschlüssen der beruflichen Bildung, sowie eine Einführung in die individuelle Anrechnung von Kompetenzen.

Abschließend fassen die Herausgeberinnen die Erfahrungen der Universität Oldenburg mit der Ausrichtung der Strukturen auf Lebenslanges Lernen zusammen und geben einen Ausblick über bislang Erreichtes und zukünftige Handlungsbedarfe.

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