Ergebnisse werden umgesetzt

Fortsetzung der Artikel: Arbeit wird fortgesetzt, Gutachten zur Evaluation und Evaluation der Servicestelle

Zentrale Hinweise aus der Evaluation befinden sich in Realisierung. Adressatinnen und Adressaten der Servicestelle Offene Hochschule Niedersachen gGmbH klarer gefasst, Aufgaben fokussiert und schlankere Governance-Struktur in Umsetzung.

Die Aufsichtsratsmitglieder folgten dem Vorschlag ihres Ausschusses, zunächst die Adressatinnen und Adressaten der Servicestelle OHN zu identifizieren und die damit verbundenen Hintergründe klarer zu fassen. Das sind folgende Gruppen:

  • die Sozialpartner mit ihrer Kenntnis der Anforderungen des Arbeitsmarktes und der Qualifizierungsbedarfe in den Betrieben,
  • die Kammern mit ihrer Kenntnis der Qualifizierungsbedarfe in unterschiedlichen Branchen und Gewerken,
  • die Beratungseinrichtungen im Bildungsbereich wie die Bildungsberatungsstellen der Erwachsenenbildung, die Beratungseinrichtungen der Bundesagentur für Arbeit und der Kammern, die Studienberatungsstellen der Hochschulen, die die Servicestelle OHN in Fragen der besonderen Beratungsthemen beruflich Qualifizierter informiert und beraten soll,
  • die Hochschulen, die die Servicestelle OHN bei Fragen der Vermittlung zwischen Anforderungen der Wirtschaft und den Angeboten der Hochschulen unterstützen soll,
  • die Landesregierung, für die die Servicestelle OHN als Dienstleisterin Initiativen und Aufträge im Kontext der Öffnung der Hochschulen umsetzen soll.

Durch ihre Adressatinnen und Adressaten ist das Aufgabenspektrum der Servicestelle Offene Hochschule Niedersachsen definiert.

Das Verständnis über die Zielgruppe von Maßnahmen und Angeboten der „Offenen Hochschule“ wird breiter gefasst und mit „aus bzw. mit dem Beruf an die Hochschule“ beschrieben. Darunter sind neben Personen mit Hochschulzugangsberechtigung aufgrund von Berufsausbildung und Berufspraxis, also ohne schulische Hochschulzugangsberechtigung, alle weiteren Personen mit schulischer Hochschulzugangsberechtigung gefasst, die nach Zeiten der Berufstätigkeit ein Hochschulstudium anstreben bzw. aufnehmen. So soll die Zahl des mit der Arbeit der Servicestelle zu erreichenden Personenkreises erhöht und die akademische Weiterbildung insgesamt befördert werden. Dabei umfasst das Verständnis von akademischer Weiterbildung sämtliche Angebote und Maßnahmen von Hochschulen: Bachelor- und konsekutive oder weiterbildende Masterstudiengänge, Zertifikatsangebote und einzeln belegbare Studienmodule aus akkreditierten Studiengängen.

Folgende Aufgaben für die Servicestelle OHN wurden abgeleitet:

  1. Die Servicestelle soll als Clearingstelle zwischen Wirtschaft und Hochschulen fungieren und dabei unterstützen, Qualifizierungsangebote der Hochschulen und Nachfrage der Unternehmen aufeinander zu beziehen. Diese Funktion soll vor allem regional umgesetzt werden, in dem vor Ort Akteure und Akteurinnen der Hochschulen und der Wirtschaft miteinander ins Gespräch gebracht werden.
  2. Gegenüber der Zielgruppe und den Adressaten soll die Servicestelle im Rahmen der Informationsarbeit Transparenz über die Möglichkeiten der „Offenen Hochschule“ zur Weiterqualifizierung Berufstätiger herstellen.
  3. Die Beratungstätigkeit der Servicestelle soll sich zukünftig vor allem an Multiplikatoren und Multiplikatorinnen, d. h. beispielsweise an Mitarbeitende in Beratungseinrichtungen und Personalverantwortliche in Unternehmen richten.
  4. Ihre Vernetzungsfunktion („Vernetzerin der Netzwerke“) soll die Servicestelle weiter ausbauen und dabei auch neue Formate wie eine „Offene Hochschule Niedersachsen-Konferenz“ entwickeln.
  5. Weiterhin bleibt die Arbeit der Servicestelle OHN situativ auf aktuelle Herausforderungen im Kontext der weiteren Öffnung von Hochschulen ausgerichtet.

Als ein weiteres Ergebnis der Evaluation der Servicestelle OHN wird die Governance-Struktur der Servicestelle verändert. Der bisher 17-köpfige Aufsichtsrat wird auf sechs Personen verkleinert. Dabei bleiben die Akteursgruppen, die bisher Aufsichtsratsmitglieder gestellt haben, mit je einer Stimme vertreten. Darüber hinaus wird ein 14-köpfiger Beitrat eingerichtet, der die inhaltliche Arbeit der Servicestelle begleitet.