Netzwerktreffen Offene Hochschulen

Tagung des Netzwerks Offene Hochschulen: Geschäftsmodelle wissenschaftlicher Weiterbildung und nachhaltiger Verankerung

Am 26.04.2016 fand das zweite Arbeitstreffen des Netzwerks Offene Hochschulen an der Carl von Ossietzky Universität in Oldenburg statt. Das Arbeitstreffen stand unter dem Thema „Geschäftsmodelle wissenschaftlicher Weiterbildung und nachhaltige Verankerung“. In abwechslungsreichen Formaten wurde das Veranstaltungsthema sowohl auf theoretischer Ebene als auch an Praxisbeispielen diskutiert und ließ den Teilnehmenden aus Hochschulen der gesamten Bundesrepublik Raum für vielfältigen Austausch.

Der erste Vortrag von Dr. Annika Maschwitz widmete sich den Organisationsmodellen wissenschaftlicher Weiterbildung innerhalb der Hochschule. Die Referentin stellte das Modell einer zentralen Verortung wissenschaftlicher Weiterbildung an der Hochschule einer dezentralen Organisationsform, beispielsweise in Form einer GmbH oder eines Vereins, gegenüber. Die Diskussionsinsel im Anschluss an den ersten Tagungsvortrag gab den Teilnehmenden die Möglichkeit sich über die Vor-und Nachteile der vorgestellten Organisationsformen auszutauschen, wobei sich zeigte, dass die Strukturen staatlicher Hochschulen für eine langfristige Verankerung wissenschaftlicher Weiterbildungsangebote nicht immer förderlich sind. Konkret wurde von den Teilnehmenden die teilweise immer noch existierende mangelnde Kundenorientierung der staatlichen Hochschulen angesprochen.

Die am Nachmittag vorgestellten Beispiele der Universitäten Ulm und Bremen zeigten auf unterschiedliche Weise, wie eine langfristige Verankerung von Weiterbildungszentren gelingen kann, die die Vorteile einer zentralen Verankerung in Bezug auf die Nutzung bereits existierender hochschulischer Strukturen mit der Bewahrung einer eigenen Identität als Institution der wissenschaftlichen Weiterbildung verbindet. Im anschließenden World-Café diskutierten die Teilnehmenden im vertiefenden Gespräch mit den Vortragenden und anderen Teilnehmenden weitere Aspekte einer langfristigen Verankerung. Interessante weiterführende Themen betrafen die Möglichkeiten von Kooperationen mit außerhochschulischen Organisationen, Fragen des Weiterbildungsmarketings und die Nutzung von OER (Open Educational Resources) im Rahmen eines nachhaltigen Geschäftsmodells.

Abschließend wurde die neue wissenschaftliche Begleitung des Bundeswettbewerbs „Aufstieg durch Bildung: Offene Hochschulen“ vorgestellt, an der die Fernuniversität Hagen, die Carl von Ossietzky Universität Oldenburg, die Technische Universität Dortmund und das Centrum für Hochschulentwicklung beteiligt sind. Die vier Themenschwerpunkte der wissenschaftlichen Begleitung beschäftigen sich mit der Heterogenität der Zielgruppen, zielgruppengemäßen Studienformaten, der Motivation der Lehrenden und der Nachhaltigkeit und dem Transfer der Projektergebnisse. Bis zum Ende der Projektlaufzeit 2020 des Bundeswettbewerbs werden die Projekte durch wissenschaftliche Begleitung unterstützt.