Junge Frauen von VW Nutzfahrzeuge zu Gast in der Servicestelle

Wie im vergangenen Jahr organisierten Volker Schulz und Pauline Stieber von der VW Akademie einen Besuch der Servicestelle Offene Hochschule Niedersachsen. Denn auch VW Nutzfahrzeuge hat ein großes Interesse daran, dem wachsenden Fach- und Führungskräftemangel zu begegnen. Für die jungen Frauen, die im konzerneigenen Personalentwicklungsprogramm „Kick“ gefördert werden, trägt der Besuch der Servicestelle dazu bei, sich zu sinnvollen Weiterbildungsmöglichkeiten im Anschluss an ihre Berufsausbildung zu erkundigen. Im Fokus stand dabei die Aufnahme eines Studiums. Seit 2010 auch ohne Abitur.

Die Teilnehmerinnen werden in technischen Berufen der Volkswagen Nutzfahrzeuge Werke in Hannover-Stöcken ausgebildet. Zum Abschluss ihres zweiten Lehrjahres informierten sie sich in der Servicestelle darüber, welche Möglichkeiten es gibt, ein Studium ohne Abitur aufzunehmen.

Junge Frauen von VW Nutzfahrzeuge zu Gast in der Servicestelle.

Im ersten Schritt erhielten die Teilnehmerinnen Informationen über die unterschiedlichen Hochschulzugangsberechtigungen. Neben Abitur und Fachhochschulreife sind das in Niedersachsen auch die Zugänge über eine berufliche Qualifikation, wie bspw. durch einen Abschluss als Meisterin, als staatl. geprüfte Technikerin oder Betriebswirtin und weitere Aufstiegsfortbildungen. Seit 2010 können zudem auch Personen, die eine anerkannte dreijährige Berufsausbildung sowie drei Jahre Berufserfahrung besitzen, ein fachgebundenes Hochschulstudium aufnehmen. Dr. Elke Fahl von der Studienberatung der Hochschule Hannover stellte dabei die Unterschiede zwischen einem Studium an einer Fachhochschule und einer Universität heraus.

Dr. Sarah Dangendorf von der Stabsstelle Studium und Lehre/Offene Hochschule stellte spezielle Angebote der Hochschule Hannover für beruflich Qualifizierte detailliert vor und informierte mit Hinweis auf die Broschüre „Frauen und Technik“ darüber, „Warum sich ein MINT-Beruf für Frauen lohnt“. Beide betonten, dass Studieninteressierte ihre vielen, zum Teil sehr speziellen Fragen jederzeit in der Studienberatung stellen können und auch per E-Mail zeitnah beantwortet erhalten.

Die Servicestelle informierte darüber, welche Möglichkeiten es gibt um ein Studium ohne Abitur aufzunehmen.

Die Chancen und Möglichkeiten sowie die Hindernisse und Herausforderungen, die ein Studium an der Fachhochschule (nicht nur) für beruflich Qualifizierte mit sich bringt, stellte Mohammad Beyki, Student im Studiengang Wirtschaftsingenieurswesen der Hochschule Hannover, sehr anschaulich und lebensnah dar. Monika Hartmann-Bischoff, Geschäftsführerin der Servicestelle, ermutigte die jungen Frauen, sich die Möglichkeit eines Studiums offen zu halten, während der ersten Berufsjahre im Lernprozess zu bleiben und ein Studium als sinnvolle, ergänzende Qualifikation zu einer Berufsausbildung zu betrachten. Des Weiteren stellte sie das Beratungsangebot der Servicestelle vor, die als zentrale Anlaufstelle die landesweite Öffnung der niedersächsischen Hochschulen für neue Zielgruppen koordiniert, wozu auch Auszubildende gehören.