Junge Frauen von VW Nutzfahrzeuge lassen sich über Studium ohne Abitur informieren

Junge Frauen aus technischen und kaufmännischen Berufen der Volkswagen Nutzfahrzeuge Werke in Hannover-Stöcken haben die Servicestelle Offene Hochschule Niedersachsen gGmbH in der Kurt-Schumacher-Straße besucht. Zum Abschluss ihres zweiten Lehrjahres haben sich die Auszubildenden darüber informiert, welche Möglichkeiten es gibt, ein Studium ohne Abitur aufzunehmen. 

Organisiert wurde der Besuch von Volker Schulz von der VW Akademie, der die Auszubildenden im Personalentwicklungsprogramm „Kick“ fördert. Mit dem Besuch der Servicestelle sollen die jungen Frauen zu sinnvollen Weiterbildungsmöglichkeiten im Anschluss an ihre Berufsausbildung ermutigt werden: Die Aufnahme eines Studiums, auch ohne Abitur. Denn auch VW Nutzfahrzeuge hat ein großes Interesse daran, dem wachsenden Fach- und Führungskräftemangel zu begegnen.

Im Rahmen ihres Besuches in der Servicestelle Offene Hochschule Niedersachsen informierten sich die jungen Frauen über die unterschiedlichen Hochschulzugangsberechtigungen – neben dem Abitur und der Fachhochschulreife sind das in Niedersachsen auch die Zugänge über eine berufliche Qualifikation, bspw. durch einen Abschluss als Meisterinnen, als staatl. geprüfte Technikerinnen oder Betriebswirtinnen, anerkannte Fachfortbildungen und neu seit 2010, der fachgebundene Hochschulzugang durch eine anerkannte Berufsausbildung sowie dreijährige Berufserfahrung.

Mit Dr. Sarah Dangendorf von der Stabsstelle Studium und Lehre/Offene Hochschule und Dr. Elke Fahl von der Allgemeinen Studienberatung der Hochschule Hannover referierten zwei ausgewiesene Expertinnen, die den interessierten jungen Frauen das Studienangebot der Hochschule Hannover vorstellten, viele Fragen zu Zugangsmodalitäten und Verfahren beantworteten sowie spezielle Angebote der Hochschule Hannover für beruflich Qualifizierte detailliert beschrieben.

Mit Stephan Albrecht berichtete zudem ein Student mit einer beruflichen Zugangsqualifikation lebensnah von den Hindernissen und Herausforderungen sowie den Chancen und Möglichkeiten, die ein Studium für beruflich Qualifizierte mit sich bringt.

Auch das Team der Servicestelle berichtete von seinen Erfahrungen und stellte das Beratungsangebot der Servicestelle vor, die als zentrale Anlaufstelle die landesweite Öffnung der niedersächsischen Hochschulen für neue Zielgruppen koordiniert, wozu auch Auszubildende gehören. Monika Hartmann-Bischoff, Geschäftsführerin der Servicestelle, ermutigte die jungen Frauen, sich die Möglichkeit eines Studiums offen zu halten und als sinnvolle, ergänzende Qualifikation zu einer Berufsausbildung zu betrachten.

Besucher in der Servicestelle

Besucher in der Servicestelle

Die Servicestelle Offene Hochschule Niedersachsen wurde im Oktober 2012 als gemeinnützige Gesellschaft des Landes Niedersachsen gegründet. Im Aufsichtsrat der Gesellschaft setzen sich alle wichtigen gesellschaftspolitischen Akteure gemeinsam für die weitere Öffnung der Hochschulen in Niedersachsen ein (Hochschulen, Erwachsenenbildung, Kammern, Gewerkschaften sowie Unternehmer- und Arbeitgeberverbände und das Land Niedersachsen mit der niedersächsischen Wissenschaftsministerin und Aufsichtsratsvorsitzenden der Gesellschaft, Frau Dr. Gabriele Heinen-Kljajić).