Die vier Hochschulen – Carl von Ossietzky Universität Oldenburg, Hochschule für Gesundheit (Bochum), Jade Wilhelmshaven/Oldenburg/Elsfleth, Ostfalia Hochschule für angewandte Wissenschaften - haben sich im Hinblick auf  den sich abzeichnenden Fachkräftemangel im Bereich Pflege- und Gesundheit zum Verbundprojekt »PuG« Aufbau berufsbegleitender Studiengänge in den Pflege- und Gesundheitswissenschaften zusammengeschlossen, um mit Hilfe des BMBF geförderten Wettbewerbs "Aufstieg durch Bildung: offene Hochschulen“ nachfrageorientierte und bedarfsgerechte Studienangebote zu konzeptionieren, weiterzuentwickeln und aufzubauen.

Vor dem Hintergrund der Empfehlungen des Wissenschaftsrates zur Akademisierung der Gesundheitsberufe (Wissenschaftsrat, 2012) ist das Projekt auf Studienprogramme in den Pflege- und Gesundheitswissenschaften fokussiert. Aufgrund des demografischen Wandels und der wachsenden Zahl kranker und pflegebedürftiger Menschen zeichnet sich ein dramatischer Fachkräftemangel in den Pflege- und Gesundheitsberufen ab. Im Projektverbund der Universität Oldenburg, der Jade Hochschule Wilhelmshaven/Oldenburg/ Elsfleth, der Ostfalia Hochschule für angewandte Wissenschaften und der Hochschule für Gesundheit in Bochum sollen qualitativ hochwertige berufsbegleitende, wettbewerbsfähige, wissenschafts- und forschungsnahe Studienangebote entwickelt werden, die in der Schnittstelle von Universitäten und Fachhochschulen einen direkten Wissenschaftstransfer zum Ziel haben und dazu beitragen, den wachsenden Bedarf akademisch gebildeter Fachkräfte in den Pflege- und Gesundheitsberufen zu decken. Konkret sollen vier Bachelorstudiengänge und drei Masterstudiengänge (weiter)entwickelt und nachhaltig implementiert werden. Dabei wird an den Erfahrungen sowie Vernetzungen im Bereich der Pflege- und Gesundheitswissenschaften der projektbeteiligten Hochschulen sowie an den Expertisen des Centers für lebenslanges Lernen (C3L) der Universität Oldenburg als einer der größten Weiterbildungseinrichtungen an deutschen Universitäten im Bereich weiterbildender und berufsbegleitender Studienangebote angeknüpft. Für alle Angebote sollen gemeinsame, im Rahmen des Projektes zu konkretisierende hochwertige Standards gelten: (a) effiziente und effektive, an den Bedarfen der Zielgruppen ausgerichtete erwachsenengemäße Instruktionsdesigns mit Selbstlern-, Online- und Präsenzphasen sowie einer hohen vertikalen und horizontalen Durchlässigkeit unter Anrechnung von Kompetenzen. (b) didaktisch-methodisch auf erwachsene Lerner zugeschnittene Lernarrangements unter Nutzung internetgestützter Lerntechnologien sowie nach didaktischen Gesichtspunkten aufbereiteter Studien- und Lernmaterialien. (c) kundenorientierte Management- und Supportstrukturen, deren Standards in einem gemeinsamen Qualitätsmanagementsystem umzusetzen sind.

Die Steuerung des Gesamtprojektes erfolgt durch die Verbundkoordinatoren Frau Prof. Dr. Gisela C. Schulze und  Herrn Prof. Dr. Olaf Zawacki-Richter. Die geschäftsführende Verantwortung wird einem Projektkoordinator Manuel Karczmarzyk vom Center für lebenslanges Lernen übertragen, der der Verbundprojektkoordination zugeordnet ist. Die Querschnittsthemen „Instruktionsdesign und Bildungstechnologien“, „Qualitätsmanagement und Zielgruppenorientierung“ sowie „Kompetenzanrechnung und Durchlässigkeit“ stehen in der Verantwortung einzelner Experten der Querschnittsbereiche. Die Verantwortung für die zu entwickelten Studienprogramme liegt bei den wissenschaftlichen Leitungen innerhalb der beteiligten Hochschulen. Konzeptionelle Abstimmungen erfolgen in Arbeitsgruppen und Netzwerktreffen.