Innerhalb der Gesundheitswirtschaft stellt die Sicherung eines ausreichenden und qualifizierten Fachkräftepools eine wachsende Herausforderung dar. Neben einer quantitativen Unterausstattung, die in bestimmten Berufsgruppen, wie bspw. der Pflege, bereits erkennbar ist und sich nach Prognosen dramatisch entwickeln wird, unterliegen auch die beruflich qualitativen Anforderungen einem stetigen Wandel und einer enormen Anpassung an die sich verändernden Versorgungsbedarfe (Stichworte: Demographischer Wandel, technischer Fortschritt, Veränderungen im Morbiditätsspektrum).

Die am Verbundprojekt KeGL beteiligten niedersächsischen Hochschulen möchten einen Beitrag für eine nachhaltige und innovative Gesundheitsversorgung durch eine qualitativ hochwertige Fachkräftequalifizierung leisten. Vor dem Hintergrund einer engen Verzahnung unterschiedlicher Fachdiskurse erforscht der Verbund die sich im Wandel befindlichen beruflichen Anforderungen im Gesundheitswesen ebenso wie regionale Bedarfskonstellationen und institutionelle Rahmenbedingungen. Dabei sollen bedarfsgerechte, kompetenzorientierte und modularisierte Zertifikatsangebote entwickelt und pilothaft erprobt werden, um diese in das Studienangebot der beteiligten Hochschulen zu integrieren. Auf diesem Wege soll die Öffnung der Hochschulen vorangetrieben, sowie die Durchlässigkeit zwischen beruflicher und akademischer Bildung erhöht werden.

Diese niedersächsischen Hochschulen sind mit den nachfolgend genannten Teilprojekten am KeGL-Verbund beteiligt. Die Verbundleitung und -koordination erfolgt an der Fakultät Gesundheitswesen der Ostfalia Hochschule in Wolfsburg.

Hochschule Hannover

www.hs-hannover.de/kegl

Kompetenzpassung pflegebezogener Studiengänge mit den einschlägigen beruflichen Positionen im Arbeitsmarktsegment Gesundheit (KupS) (Leitung: Dr. Tobias Sander)

Hochschule Osnabrück

www.kegl.hs-osnabrueck.de

Neue Aufgabenprofile von Gesundheitsfachberufen für eine zukünftige Versorgung: Patientensicherheitsmanagement (PatSiM) (Leitung: Prof. Dr. Andrea Braun von Reinersdorff)

Kompetenzpassung und Ermittlung von Bedarfen für die Kompetenzentwicklung bei Gesundheits- und Medizininformatiker/innen (KeGMI) (Leitung: Prof. Dr. Ursula H. Hübner)

Anrechnung von akademischen und beruflichen Leistungen durch innovative Formate zur Überprüfung von Zugangskompetenzen (AnZuK) (Leitung: Prof. Dr. Andrea Braun von Reinersdorff)

Optimale Übergangsgestaltung von fachschulspezifischen zu akademischen Inhalten (GÜzaI) (Leitung: Prof. Dr. Wolfgang Arens-Fischer)

Universität Osnabrück

www.komm-weiter-gesundheitsberufe.de

Kompetenzpassung und Ermittlung von Bedarfen für die Kompetenzentwicklung ausgewählter Gesundheitsdienstberufe (KoWeGe) (Leitung Prof. Dr. Birgit Babitsch)

Kompetenzanforderungen für multiprofessionelle Kooperationen und Schnittstellenmanagement im Gesundheitswesen und Ableitung von Aus, Fort- und Weiterbildungsinhalten (KamKos) (Leitung Prof. Dr. Birgit Babitsch)

Neue Kompetenzbereiche von Gesundheitsdienstberufen für eine zukünftige Versorgung (ZuVeKo) (Leitung Prof. Dr. Birgit Babitsch)

Formative und summative Evaluation der Erprobung von Modulen (Forsuva) (Leitung Prof. Dr. Birgit Babitsch)

Jade Hochschule Wilhelmshaven, Oldenburg, Elsfleth

www.jade-hs.de/kegl

Governanceanalyse (GovA) (Leitung: Dipl.-Päd. Iris Gereke)

Ostfalia Hochschule für angewandte Wissenschaften

www.ostfalia.de/cms/de/g/forschungs-entwicklungsprojekte/projekt_regiowb.html

Regionale Weiterbildungspotenziale als Basis für die Kompetenzentwicklung von Gesundheitsfachpersonal (regioWB) (Verw.-Prof. Tobias Immenroth, M.A.)