Daran gedacht?

Von Studienwunsch bis zum Studienbeginn gibt es neben den Punkten, die Sie im „Wegweiser zum Studium“ finden können, weitere wichtige Dinge zu bedenken und zu regeln, die Ihren Studienerfolg maßgeblich beeinflussen.

Welche Kosten kommen in einem Studium auf mich zu?
Wie organisiere ich mein Studium und meine anderen Verpflichtungen?
Welche Studienformate gibt es?
Wie und wann kann ich meine (im Beruf erworbenen) Kompetenzen und Qualifikationen auf Studieninhalte anrechnen lassen?



Welche Kosten kommen in einem Studium auf mich zu?

Die Finanzierung ist eine wichtige Grundlage des Studienerfolgs, nicht nur für beruflich Qualifizierte. Folgende Kosten sollten Sie im Blick haben: Semesterbeitrag (für Studentenwerk und Studentenschaft sowie die Verwaltung der Hochschule), Ausgaben für Lernmaterialien, Fachbücher, Arbeitsmaterial, PC-Ausstattung und laufende Kosten. Außerdem benötigen Sie Mittel, um Ihren Lebensunterhalt zu bestreiten.

Kommilitonen sitzen auf dem Rasen und helfen sich untereinander.

Viele Kommilitonen helfen sich untereinander ...

... bei der Lösung von Problemen im Studienalltag. Wichtige Fragen sollten aber bereits vorab geklärt sein.

Wie organisiere ich mein Studium und meine anderen Verpflichtungen?

Ein Studium ist eine inhaltliche und eine organisatorische Herausforderung, vor allem, wenn Sie weitere Verpflichtungen wie Familie, Eltern oder anderes berücksichtigen müssen. Beratung zu Fragen der Vereinbarkeit des Studiums mit dem Alltag und ähnlicher Art finden Sie bei den entsprechenden Stellen des Studentenwerks oder bei den Sozialberatungsstellen Ihrer Hochschule. Entscheidend ist darüber hinaus die Frage nach dem richtigen Studienformat, denn das ist davon abhängig, wann und wie viel Zeit Sie für ein Studium haben.

Welche Studienformate gibt es?

In welcher Form ein Studiengang angeboten wird, entscheiden die Hochschulen. Üblich ist an staatlichen deutschen Hochschulen das grundständige, staatlich finanzierte Vollzeit-Präsenzstudium. Neben diesem Studienformat entwickeln Hochschulen in Niedersachsen weitere Formate, mit denen die Vereinbarkeit von Studium, Beruf und Familie verbessert werden soll:

Vollzeit-Präsenzstudium

Dieses Studienformat geht davon aus, dass Sie sich in einem Zeitumfang einer vollbeschäftigten Arbeitskraft mit ca. 40 Stunden pro Woche einem Studium widmen. In diese Zeit fallen sowohl die Teilnahme an Veranstaltungen als auch die Vor- und Nachbereitungszeit (z. B. Recherchieren, Lesen, Schreiben) sowie die Vorbereitung von Prüfungsleistungen. Das schließt auch die veranstaltungsfreie Zeit ein, d. h. die sog. Semesterferien sind keine Ferien im Sinne von Schulferien, sondern Zeiten, in denen Sie für Ihr Studium arbeiten, in denen allerdings keine Veranstaltungen stattfinden.

Zwei Kommilitoninnen sitzen am Tisch und lernen.

Diese Studentinnen haben an alles gedacht …

… und lernen gemeinsam auf dem Campus der Leibniz Universität Hannover.

Teilzeit-Präsenzstudium

In diesem Studienformat setzen Sie weniger als durchschnittlich 40 Stunden pro Woche für ein Studium ein, wie viel weniger richtet sich nach Ihren Bedürfnissen und danach, was die Organisation Ihres Studiengangs zulässt. Dadurch, dass Sie weniger Zeit pro Woche einsetzen, können Sie weniger viele Veranstaltungen besuchen und weniger Kreditpunkte erwerben, als in einem Vollzeitstudium. Um das Studium abzuschließen, verlängert sich für Sie die Studiendauer entsprechend. Das Vorhaben, in Teilzeit zu studieren, kann sich auf die Höhe von Förderungen (BAFöG, Stipendien) auswirken.

Online-gestütztes Fernstudium / Blended Learning

Die deutlich kürzeren Präsenzphasen werden in diesem Studienformat mit online-gestütztem und idealer Weise durch Mentoren betreutem Fernstudium kombiniert. Diese Form ermöglicht Ihnen eine besondere Flexibilität im Studium: Sie sind nur zu den Präsenzzeiten an der Hochschule anwesend und studieren in den dazwischen liegenden Zeiten online und im Selbststudium, d. h. Sie bearbeiten Aufgaben, kommunizieren mit anderen Studierenden in einer Online-Lernumgebung, können Fragen an Mentoren richten, die dann - ggfs. nach Rücksprache mit dem Lehrenden - antworten.

Wie und wann kann ich meine (im Beruf erworbenen) Kompetenzen und Qualifikationen auf Studieninhalte anrechnen lassen?

Angerechnet werden Berufserfahrungen zum Teil auf ein Berufspraktikum oder auf Praxissemester im gewählten Studiengang, sowie Studienleistungen, die an anderen Universitäten erbracht wurden, sofern sie den Studieninhalten des gewählten Studiengangs gleichwertig sind. Noch nicht selbstverständlich ist, dass Ihre im Berufsleben erworbenen Qualifikationen und Kompetenzen auf Studieninhalte angerechnet werden. Eine Anrechnung ist sinnvoll um Inhalte nicht noch einmal belegen und Prüfungsleistung erbringen zu müssen. Damit  schaffen Sie sich zeitliche Spielräume, die Sie zur Schließung ggfs. vorhandener Wissenslücken in anderen Studieninhalten, zur Vertiefung von Studienschwerpunkten oder auch zum Abkürzen der Studiendauer nutzen können.

Die Entscheidung über die Anrechenbarkeit Ihrer im Berufsleben erworbenen Qualifikationen und Kompetenzen auf Studieninhalte wird üblicherweise vom Prüfungsamt Ihrer Hochschule, gemeinsam mit den für Ihren Studiengang verantwortlichen Personen der Fakultät, getroffen. Das formale Vorgehen, sowie die Prüfung Ihrer Qualifikationen und Kompetenzen für die Anrechenbarkeit auf den Studieninhalt, können sich von Hochschule zu Hochschule unterscheiden. Erkundigen Sie sich also an „Ihrer“ Hochschule bei den jeweils dafür verantwortlichen Stellen (i. d. R. Prüfungsamt, Studierenden-Servicecenter, Studiengangverantwortlicher der Fakultät), wie Sie einen Antrag auf Anrechnung Ihrer Qualifikationen und Kompetenzen stellen können und welche Nachweise Sie dazu vorlegen müssen.