BAföG auch für Studierende ohne (Fach)Abitur über 30 Jahre

§ 10 Absatz 3, Satz 2, Nr. 1a BAföG

Die grundsätzlich geltende Altersbegrenzung für die Ausbildungsförderung nach BAföG wird in einigen Fällen ausgenommen. Ausbildungsförderung für Personen, die älter als 30 Jahre sind, wird zum Beispiel auch geleistet, wenn

„der Auszubildende ohne Hochschulzugangsberechtigung auf Grund seiner beruflichen Qualifikation an einer Hochschule eingeschrieben worden ist“ (§ 10 BAföG).

Studieninteressierte, die aufgrund Ihrer Berufsausbildung und Berufserfahrung – OHNE (Fach)Abitur – für ein Studium zugelassen werden, können gemäß § 10 Absatz 3, Satz 2, Nr. 1a BAföG problemlos BAföG beantragen.

Bei Überschreiten der Altersgrenze von 30 Jahren können Studieninteressierte darüber hinaus einen Vorabantrag stellen, um zu erfahren, ob sie tatsächlich BAföG-berechtigt sind. Dieser Bescheid ist dann ein Jahr lang bundesweit gültig. Dies bezieht sich auf § 46 Nr. 5 BAföG:

„Auf Antrag hat das Amt für Ausbildungsförderung dem Grunde nach vorab zu entscheiden, ob die Förderungsvoraussetzungen für eine nach Fachrichtung und Ausbildungsstätte bestimmt bezeichnete […] Ausbildung nach Überschreiten der Altersgrenze nach § 10 Absatz 3 vorliegen.“ (§ 46 BAföG)

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