Studienmöglichkeiten recherchieren

In Niedersachsen gibt es neben dem Abitur einige weitere Wege zum Hochschulstudium. Meister, staatlich geprüfte Techniker und Betriebswirte sowie Personen mit anerkannten Fortbildungsabschlüssen (§53 und §54 des Berufsbildungsgesetzes, §42 und §42 a der Handwerksordnung) besitzen durch Ihre berufliche Qualifikation eine allgemeine Hochschulzugangsberechtigung.

Durch Änderungen am Niedersächsischen Hochschulgesetz (NHG) im Jahr 2010 sind nun auch Personen mit einer anerkannten dreijährigen Berufsausbildung sowie drei Jahren Berufserfahrung in diesem Beruf im Besitz einer fachgebundenen Hochschulzugangsberechtigung nach §18 Abs. 4 NHG. Damit haben Sie Zugang zu ihrem Ausbildungsberuf "fachlich nahestehenden" Studienfächern an Universitäten und Fachhochschulen in Niedersachsen.

Welcher Studiengang mit einer bestimmten beruflichen Qualifikation studiert werden kann, entscheidet dabei jede Hochschule eigenständig. Zum Teil finden Sie Listen mit Zuordnungen von Berufen zu den vorhandenen Studiengängen auf den Seiten der Hochschulen. Wenn Sie die Information, ob Sie mit Ihrem Berufsabschluss den angestrebten Studiengang überhaupt studieren können, nicht sofort finden, dann wenden Sie sich an den ggf. angegebenen Ansprechpartner des Studienganges oder nehmen Sie Kontakt mit der jeweiligen Studienberatung an der Hochschule auf.  An immer mehr Hochschulen gibt es zudem spezielle Informationsstellen zum Themenbereich „Offene Hochschule“ oder „Studieren ohne Abitur“.

Um sich eine Übersicht über das Angebot an Studiengängen zu verschaffen, können Sie beispielsweise Online-Recherche-Wege wie den Hochschulkompass.de (ein Angebot der Hochschulrektorenkonferenz) oder Studienwahl.de (ein Angebot der Bundesagentur für Arbeit und der Kultusministerkonferenz der Länder) nutzen. Speziell für das Land Niedersachsen gibt es eine Übersicht aller Studiengänge auf Studieren-in-Niedersachsen.de.