In zahlreichen Einrichtungen haben die beruflichen Belastungen und Anforderungen erheblich zugenommen. Deshalb erfahren die Sicherstellung von Motivation und Gesundheit sowie der Qualität beruflicher Tätigkeiten eine immer größere Bedeutung. In diesem Zusammenhang hat sich die „Kollegiale Beratung und Supervision“ als ein wirksames Instrument im sozialen, pädagogischen und verwalterischen Berufsfeld erwiesen.
„Kollegiale Beratung und Supervision“ wurde 1986 durch den Oldenburger Hochschullehrer Prof. Dr. Jörg Schlee entwickelt.

Dieses Verfahren ermöglicht es Supervisions-Laien nach einer entsprechenden Einführung und Weiterbildung, sich gegenseitig in Kleingruppen sowie in Dyaden zu beraten. Die TeilnehmerInnen können ihre beruflichen Herausforderungen und Belastungen, ihre Unsicherheiten und Konflikte in vertiefter Form reflektieren und klären. Dies stärkt die eigene Entscheidungs- und Handlungssicherheit sowie Eigenständigkeit und Professionalität.
Zur sicheren Anwendung des Verfahrens werden in der Weiterbildung ausgewählte kommunikative Kompetenzen vertieft. Diese bewähren sich auch außerhalb des Verfahrens nicht nur bei Kooperation und Teamarbeit, sondern auch im Kontext mit KlientInnen, KundInnen oder MandantInnen.

Inhalte

  • Theoretische Grundannahmen zum Supervisions- und Beratungsverständnis
  • Vertiefung ausgewählter theoretischer Grundlagen der Kommunikationspsychologie und Gesprächsführung
  • Aufbau des Verfahrens der „Kollegialen Beratung und Supervision“ (inkl. Methoden zur Klärungshilfe sowie Funktion und Organisation Kollegialer Unterstützungsgruppen)
  • Einsetzen und Übertragen psychologischer Modelle und Theorien, mit deren Hilfe sich die Veränderung menschlicher Sichtweisen und Handlungen beschreiben, erklären und anregen lassen
  • Beherrschen kommunikativer und reflexiver Fertigkeiten und Fähigkeiten sowie ausgewählter Prozeduren zur Unterstützung von Personen, die ihre berufliche Situation klären und bearbeiten wollen
  • Initiieren und organisieren „Kollegialer Beratung und Supervision“

Teilnahmevoraussetzungen

Erfolgreiche Teilnahme am Kurs „Einführung in die Personzentrierte Gesprächsführung“ der Universität Vechta oder ein gleichwertiger Abschluss anderer Anbieter von mind. 50 Stunden Präsenzzeit. Außerdem der Abschluss eines Studiums oder die Ausübung einer Tätigkeit in einem beratungsrelevanten Arbeitsfeld.

 

 


Informationen

Dauer
2 Jahre; 410 Unterrichtsstunden
Kosten
ca. 1650,00 €
Rhythmus
alle zwei Jahre

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