Bitte beachten Sie, dass sich dieses Angebot derzeit in Erprobung befindet und noch keine gesicherten Informationen darüber vorliegen, ob und wann es als dauerhaftes Angebot an der Universität eingeführt wird. Im Zweifel bitte immer beim Anbieter nachfragen!

Kommunikation zwischen Gesundheitsberufen gestalten

Eine effektive und effiziente Gestaltung der interprofessionellen Kommunikation ist essentiell, um gegenwärtigen Problemlagen und komplexen Herausforderungen in der gesundheitlichen Versorgung zu begegnen. Dies ist für Angehörige interprofessioneller Teams gleichermaßen bedeutsam wie für Akteure, die in loseren Strukturen interprofessionell zusammenarbeiten.
Im Rahmen des Zertifikatsangebots werden Grundlagen der Kommunikation im Hinblick auf eine interprofessionelle Teamarbeit/Zusammenarbeit behandelt sowie ein gemeinsames Verständnis einer Fachsprache erarbeitet. Die internationale Klassifikation der Funktionsfähigkeit, Behinderung und Gesundheit (ICF) bietet dazu einen Rahmen, um zwischen verschiedenen Gesundheitsberufen eine gemeinsame, klientenzentrierte Kommunikation zu unterstützen. Des Weiteren wird ein erprobtes Modell zur Gestaltung von interprofessionellen Fallbesprechungen vorgestellt und anhand von praxisnahen Fällen erarbeitet. Konflikte zwischen Angehörigen von Gesundheitsberufen werden thematisiert und die Teilnehmer*innen erweitern dahingehend ihr Handlungsrepertoire.

Lernergebnisse
Teilnehmende des Zertifikatsangebotes sind in der Lage,

  • mit Mitgliedern des interprofessionellen Teams in einer gemeinsamen Sprache unter Anwendung verschiedener Gesprächsformen sowie Kommunikationsstrategien und -strukturen zu kommunizieren,
  • professionsspezifische Erfordernisse und Interessen im interprofessionellen Team begründet zu argumentieren und zu vertreten,
  • Kritik- und Konfliktgespräche im interprofessionellen Team zu analysieren und unter Anwendung von Konfliktlösungsstrategien zu bewältigen,
  • die Bedürfnisse und Perspektiven der Klient*innen sowie Bezugspersonen in die von allen Berufsgruppen gemeinsam gestalteten Kommunikations- und Entscheidungsprozesse zu integrieren,
  • die Chancen und Herausforderungen im Rahmen der interprofessionellen Kommunikation zu erkennen,
  • ihre berufsgruppenübergreifende Kommunikation zu reflektieren und fortwährend zu verbessern.

Inhalte
Die wesentlichen Lerninhalte sind:

  • Kommunikationsmodelle
  • Kommunikationstechniken im interprofessionellen Team, z. B. Partizipative Entscheidungsfindung (PEF), "SBAR - Situation, Background, Assessment, Recommendation"
  • Internationale Klassifikation der Funktionsfähigkeit, Behinderung und Gesundheit (ICF) - Grundlagen und fallbasierte Anwendung
  • Interprofessionelle Aushandlungs- und Zielführungsprozesse
  • Interprofessionelle Fallbesprechungen
  • Konfliktanalyse und Konfliktlösungsstrategien

Umfang und Leistungsangebot
Das Zertifikatsangebot befindet sich derzeit in Erprobung und umfasst drei Präsenzphasen (insgesamt 58 Unterrichtsstunden), die jeweils freitags und samstags stattfinden. Zwischen diesen Präsenzphasen finden Selbstlernphasen von etwa sechs bis sieben Wochen statt. Für die Selbstlernphasen steht eine elektronische Lernplattform zur Verfügung, auf die u. a. Skripte, Arbeitsmaterialien und Arbeitsaufträge gestellt und die Kommunikationsprozesse zwischen den Teilnehmenden und den Referierenden gestaltet werden.

Das Zertifikatsangebot umfasst für die Präsenz- und Selbstlernphasen insgesamt 180 Stunden.

Sie können zwischen zwei Abschlussmöglichkeiten wählen:

  • Modul-Zertifikat: Teilnehmende erhalten ein Modul-Zertifikat nach erfolgreicher Teilnahme am Weiterbildungsmodul und bestandener Modulabschlussprüfung.
  • Teilnahme-Bescheinigung: Teilnehmende erhalten eine Teilnahme-Bescheinigung nach erfolgreicher Teilnahme am Zertifikatsangebot. Eine Modulabschlussprüfung ist nicht notwendig.

Teilnahmevoraussetzungen
Abgeschlossene Berufsausbildung in einem Gesundheitsberuf oder ein Bachelorabschluss

Für weiterführende Informationen über Inhalt, Dauer, Zugangsmöglichkeiten wenden Sie sich bitte an die rechts genannte Ansprechperson der Universität Osnabrück.


Informationen

Kosten
bitte erfragen

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