Zielsetzung und Aufbau

Ziel dieser berufsbegleitenden Weiterbildung ist es, die allgemeine soziale Kompetenz der MitarbeiterInnen in der sozialen Arbeit oder anderen Organisationen zu erweitern, um die Verbindungen zwischen persönlichen (individiumzentrierten) und systemischen (kontextbezogenen) Aspekten erfassen zu können und geeignete Interventionsformen aus dem Bereich „Systemische Beratung und Therapie" für die Praxis auszuwählen.

Die kontinuierliche, vertrauensvolle Zusammenarbeit zwischen den professionellen BeraterInnen aus Systemtherapie sowie Familientherapie  und ihrer Klientel erfordert eine differenzierte, prozessorientierte Diagnose und Zielbestimmung, wie sie in der systemischen Analyse üblich ist. Die sich daraus ergebenden vielfältigen Interventionsverfahren berücksichtigen die jeweilige Situation umfassend und betonen die in jeder Person, Familie oder Gruppe vorhandenen Möglichkeiten der Veränderung.

Die Seminare vermitteln einen Einblick in diese Form des Arbeitens durch die Darstellung grundlegender theoretischer Ideen und der sich daraus ableitenden Interventionsmöglichkeiten. Im Verlauf der Weiterbildung werden diese Inhalte durch die Betrachtung spezifischer Bereiche vertieft. Dabei werden auch bisher wenig beachtete praxisspezifische Probleme berücksichtigt, um neue Impulse für die professionelle Arbeit aufzunehmen. Weiterhin wird der Erwerb von Grundlagen und die Vertiefung in den Bereichen Diagnostik, Therapie und Rehabilitation von Störungen mit Krankheitswert hinsichtlich ihrer familiären, sozialen und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen vermittelt.

Ablauf und Dauer

Die Weiterbildung Systemische Beratung und Therapie ist berufsbegleitend organisiert. Über die gesamte Zeit von 7 Semestern wird durchgängig in einer festen Gruppe mit ca. 20 Teilnehmenden gelernt. Sowohl die praktische Arbeit als auch der persönliche Prozess im Rahmen der Seminare und Selbsterfahrungsseminare wird begleitet, unterstützt und supervidiert.
Neben den Präsenzveranstaltungen der Weiterbildung, die überwiegend freitags und samstags stattfinden, kann flexibel und individuell über die Lernorganisation entschieden werden. Die drei- und viertägigen Selbsterfahrungsseminare finden in der Regel in einem Seminarhaus in der Nähe von Oldenburg statt. Die Supervisionsseminare liegen in den Nachmittags- und Abendstunden.

Abschluss, Zertifikat und Anerkennung

Nach erfolgreicher Teilnahme erhalten die Teilnehmer_innen ein Universitätszertifikat. Das Kontaktstudium Systemische Beratung und Therapie ist von der Deutschen Gesellschaft für Systemische Therapie, Beratung und Familientherapie (DGSF) anerkannt. Für Absolvent_innen besteht die Möglichkeit, sich mit dem Universitätszertifikat dort zertifizieren zu lassen.

Zugangsvoraussetzungen

  • ein Hochschulabschluss mit sozial/humanwissenschaftlicher Ausrichtung und psychosoziale Praxiserfahrungen
  • ein qualifizierter Berufsabschluss im psychosozialen Bereich (mind. 3-jährige Berufsausbildung) und mind. 3-jährige Berufstätigkeit im psychosozialen Bereich und zusätzlich eine abgeschlossene beraterische oder therapeutische Aus-/Weiterbildung im Umfang von mind. 200 UE
  • ein qualifizierter Berufsabschluss im psychosozialen Bereich (mind. 3-jährige Berufsausbildung) und mind. 3-jährige beraterisch-therapeutische Berufstätigkeit im klinischen Kontext oder im Bereich Therapie/Familientherapie

Das Kontaktsudium ermöglicht bei Vorliegen der Voraussetzungen einen Quereinstieg.


Informationen

Dauer
7 Semester
Kosten
9900 € zzgl. Gebühren für die Einführungsveranstaltung sowies 100,00 € für das Abschlusskolloquium
Rhythmus
ca. alle 1,5 Jahre

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