Gleichermaßen erfolgreich

Studierende ohne Abitur sind gleichermaßen erfolgreich wie andere Studierendengruppen

Zu diesem Ergebnis kommen die Autorinnen und Autoren der Längsschnittstudie „Nicht-traditionelle Studierende zwischen Risikogruppe und akademischer Normalität“, die die Humboldt-Universität zu Berlin und das Deutsche Zentrum für Hochschul- und Wissenschaftsforschung (DZHW) im Dezember 2017 veröffentlicht haben.

Blick in den Hörsaal

Erfolgreich in der Hochschule: Studierende ohne Abitur

Die Erhebung wurde von 2011 bis 2016 in verschiedenen Studienfächern durchgeführt. Vorrangig wurden Studierende in Präsenzstudiengängen betrachtet und miteinander verglichen. Dabei zeigte sich, dass nicht-traditionelle Studierende – ohne schulische Hochschulzugangsberechtigung – ihr Studium ähnlich erfolgreich absolvieren wie beispielsweise Abiturientinnen und Abiturienten oder Studierende des Zweiten Bildungswegs. Dies wird laut Gunter Dahm vom DZHW besonders im Hinblick auf Studiennoten und -fortschritt deutlich: „Bereits im dritten Semester erreichen die Studiennoten ein annähernd gleiches Niveau, und bis zum fünften Semester haben die Studierenden ohne Abitur ähnlich viele Leistungspunkte gesammelt wie die Vergleichsgruppen“. Im Studium kommt ihnen die Lebens-, Berufs- und Bildungserfahrung zugute, die sie zuvor gesammelt haben.

Höheres Abbruchrisiko

Studierende mit beruflicher Qualifikation (insbesondere ohne schulische Hochschulzugangsberechtigung) weisen allerdings ein höheres Abbruchrisiko auf. Die Vereinbarkeit von Familie, Beruf und Studium, hohe Leistungs- und Lernanforderungen sowie die Finanzierung des Studiums stellen Hürden dar, die den Studienabschluss für diese Gruppe erschweren können.

Den vollständigen Projektbericht können Sie auf der Seite des DZHW abrufen.