Flexible Weiterbildungsabschlüsse

Ein akademisches Zertifikatsangebot ist eine gute Wahl für Weiterbildungsinteressierte, die sich kompakt und zielgerichtet aktuelles Know-how aneignen wollen. Das Center für lebenslanges Lernen (C3L) der Universität Oldenburg hat mit den Abschlüssen Certificate of Advanced Studies (CAS) und Diploma of Advanced Studies (DAS) einen international anerkannten Standard eingeführt, um Zertifikatsprogramme transparenter und damit attraktiver zu gestalten.

Interessierte, die ihr Qualifikationsprofil erweitern möchten, haben die Möglichkeit, an CAS- und DAS-Programmen teilzunehmen. Hierbei handelt es sich um anerkannte Zertifikatsabschlüsse in einem festgelegten, allgemein vergleichbaren Umfang mit unterschiedlicher Themenausrichtung. Die Schwerpunkte orientieren sich dabei an beruflichen Aufgabenfeldern.

  • Das Diploma of Advanced Studies (DAS) beinhaltet fünf Module bzw. 30 Kreditpunkte (KP). Abhängig vom gewählten Schwerpunkt können sich Interessierte zu beruflichen Tätigkeitsschwerpunkten intensiv und thematisch umfassend weiterbilden.
  • Das Certificate of Advanced Studies (CAS) besteht aus zwei Modulen und umfasst 12 KP. Die Teilnehmenden erlangen wesentliches Know-how zu einem spezifischen Betätigungsfeld.
  • Darüber hinaus gibt es einzelne Weiterbildungsmodule im Umfang von 6 KP. Sie bilden als eigenständige Einheit eine Weiterbildungsoption, um kurzfristig spezifisches Wissen für den Job zu erlangen. Es können hierfür viele Module aus dem berufsbegleitenden Studienangebot der Universität gewählt werden.

Alle Zertifikatsangebote basieren auf Modulen aus dem Studienangebot der Universität Oldenburg. Jede Weiterbildung lässt sich nach persönlichem Bedarf flexibel erweitern. Teilnehmende können beispielsweise ein abgeschlossenes Weiterbildungsmodul zu einem Diploma of Advanced Studies erweitern oder sich in einem Masterstudiengang anrechnen lassen.

Patrick Hartzsch, Absolvent des Masterstudiengangs „Risikomanagement für Finanzdienstleister“.

Patrick Hartzsch ist Risikomanager in einem Versicherungsunternehmen.

„In meinem privaten Freundeskreis wurde meine Weiterbildungsaktivität zunächst unterschiedlich aufgenommen. Zum Teil belächelt und in meinem Alter als nicht mehr notwendig erachtet, sieht man die Situation heute anders, zumal fehlende Zusatzqualifikationen ein Grund für Arbeitslosigkeit oder mangelnde Aufstiegsmöglichkeiten sind.“ 

Dipl. Mathematiker Patrick Hartzsch, Risikomanager in einem Versicherungsunternehmen und Absolvent des Masterstudiengangs „Risikomanagement für Finanzdienstleister“.

Beispiel: Risikomanagement für Finanzdienstleister

Kaum eine andere Branche steht vor so vielfältigen Herausforderungen wie die der Banken, Versicherungen und Finanzdienstleistenden. Die Finanzmarktkrise hat tiefe Spuren hinterlassen und neue Regularien für Banken und Versicherungen veranlasst.

Um diese Veränderungen zum Erfolg zu führen, bedarf es qualifizierter Fach- und Führungskräften, die fähig sind, das Risikomanagement stärker in die Unternehmenssteuerung einzubinden. Das Studienprogramm „Risikomanagement für Finanzdienstleister“ bietet Risikomanagerinnen und Risikomanagern eine interdisziplinäre Weiterbildung, um die mathematischen, ökonomischen und juristischen Herausforderungen zu meistern.

Beruf und Studium Hand in Hand

Im Masterstudiengang „Risikomanagement für Finanzdienstleister“ hat die Universität Oldenburg die flexiblen Zertifikats- und Studienabschlüsse konsequent umgesetzt. Studieninteressierte können – abhängig vom persönlichen Weiterbildungsbedarf – den passenden Zertifikats- oder Studienabschluss auswählen.

Schaubild Weiterbildung nach individuellem Bedarf.

 

Das Masterstudium besteht aus Pflichtmodulen und Wahlpflichtmodulen. Über die Wahlpflichtmodule kann das Studium inhaltlich stärker an den eigenen beruflichen Bedürfnissen ausgerichtet werden.

Jedes Modul bildet eine abgeschlossene inhaltliche Einheit zu einem Thema des Risikomanagements. Es ist keine bestimmte Modulabfolge vorgeschrieben: Das Studium kann sowohl zum Sommer- als auch zum Wintersemester starten. Die Regelstudienzeit im berufsbegleitenden Masterstudiengang „Risikomanagement für Finanzdienstleister“ beträgt sechs Semester. Zum Ende ihres Studiums fertigen die Studierenden eine Abschlussarbeit an.

Berufstätige finden im C3L ein flexibles, praxisnahes Studienangebot, das neben Job und Familie einen universitären Abschluss ermöglicht. Das Studium ist internetbasiert und kombiniert wenige kompakte Präsenzphasen, Selbststudium und Online-Inhalte.

Zugangsvoraussetzungen und Kompetenzanrechnung

Zur Bewerbung auf einen Masterstudienplatz weisen Studieninteressierte einen ersten akademischen Studienabschluss (Bachelor, Diplom oder Magister) und eine mindestens einjährige Berufserfahrung nach. Für die Teilnahme an den Zertifikatsprogrammen sind keine Zugangsvoraussetzungen zu erfüllen.

Es besteht die Möglichkeit, Kompetenzen aus Praxiserfahrung oder vor dem Studium erworbene Zusatzqualifikationen in Form von einzelnen Modulen anrechnen zu lassen. Die Dauer und Kosten des Masterstudiums können sich dadurch reduzieren.

Fragen zu den Programmen beantwortet Ihnen Frau Silke Welter vom C3L der Universität Oldenburg (Telefon: 0441/798-3244).