„Sich auch mal bedanken“

Interviews zum berufsbegleitenden Studieren

Ein Studium neben dem Beruf. Kann das gelingen? „Ja!“ sagen immer mehr Menschen, die diesen Weg der Weiterqualifizierung nutzen. In der zweiten Folge unserer Kurzserie berichten die beiden Studentinnen Kate Antwi und Silke Matthies über Erfolgsfaktoren in ihrem berufsbegleitenden Studium „Soziale Arbeit für Erzieherinnen und Erzieher“ an der Leuphana Universität Lüneburg.

 

Silke Matthies

Eine vorausschauende Planung hilft Silke Matthies in stressigen Phasen.

Quelle: Brainclash GmbH, Film: „Berufsbegleitend Studieren “, 2016

Wie gelingt ein berufsbegleitendes Studium, Frau Matthies? Welche Tipps würden Sie Neugierigen geben?

Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, es kommen auch mal Sachen dazwischen. Bei mir waren es eine Schwangerschaft und ich habe mir im achten Monat noch die Schulter gebrochen. Es ging alles irgendwie, aber man sollte seine Kraftreserven auftanken. Work-Life-Balance finde ich wirklich wichtig und auch ein gutes Netzwerk zu haben. Wirklich wichtig ist auch, sich mal bei den Menschen zu bedanken, die einen begleiten und unterstützen. Und wenn man weiß, dass drei Hausarbeiten anstehen, kann man auch schon mal ein bisschen vorarbeiten. Frühzeitig in Bibliotheken gehen, sich schlau lesen, gucken was liegt einem. Praxis und Theorie zu verbinden finde ich sehr fruchtbar. Das sagt man ja immer so, aber es ist wirklich bereichernd (lacht). Um ein bisschen Geld zurückzuholen, sollte man sich auch unbedingt steuerrechtlich schlau machen, was man absetzen kann!

 

Kate Antwi

Kate Antwi setzt auf „Tankstellen“ und eine gute finanzielle Planung.

Quelle: Brainclash GmbH, Film: „Berufsbegleitend Studieren “, 2016

Frau Antwi wie schaffen Sie das und welche Tipps würden Sie geben?

Man muss schon sehr organisiert sein, das ist wirklich wichtig. Und man muss sich auch an seine Organisation halten, strukturiert arbeiten und auftanken zwischendurch. Zeit einplanen für Menschen oder Sachen, die man gerne macht, wo man sich Kraft holt. Wenn man arbeitet und arbeitet, studiert und studiert verliert man schnell den Blick dafür. Vergisst, auch mal Sport zu machen oder schwimmen zu gehen. Also man muss sich so einrichten, dass man irgendwo den Spaßfaktor mit drin hat und man muss einen Halt haben. Ich erlebe bei anderen Studierenden, dass sie manchmal aufhören, weil sie sich das Studium nicht mehr leisten können. Deshalb sollte das Finanzielle gut geplant sein. Es gibt beispielsweise Stipendien, wo man sich bewerben kann. Und ich finde, man sollte nie die Motivation verlieren! Sobald man merkt, man verliert die Motivation, sollte man reflektieren, woran liegt es und schon vorbeugen, sodass man nicht wartet, bis man komplett nicht mehr kann.

Im dritten und letzten Teil unserer Kurzserie erzählen Kate Antwi und Silke Matthies wie sie von ihren Arbeitgebenden und der Hochschule im Studium unterstützt werden.