Projekt der Stiftung Universität Hildesheim

Qualifizierungsangebot „Pflege- und Versorgungsorganisation“ (PVO)

von Birgit Oelker

Mit dem Qualifizierungsangebot „Pflege- und Versorgungsorganisation“ entwickelt die Universität Hildesheim eine modulare Qualifizierung für Pflegefachkräfte. Sie soll zu ausgewählten Themen auch digital studierbar sein und mit einem universitären Zertifikat abschließen. Pflege-Personal wird im Rahmen der Qualifizierung für die soziale und regionale Organisation von Pflegedienstleistungen befähigt. Dies soll einen Beitrag zu einer patienten-orientierten Pflegeversorgung leisten – insbesondere auch in dünnbesiedelten Flächen des Landes. 

  • Berufstätige mit abgeschlossener Pflegeausbildung (aber auch entsprechend ausgebildete Personen, die sich z. B. in einer Familienphase befinden) sollen mit dieser wissenschaftlich fundierten Weiterqualifizierung angesprochen werden. Ziel des Qualifizierungsangebotes ist, Pflegeprozesse – über die stationäre Pflege hinaus – entsprechend sozialer und regionaler Erfordernisse qualitäts- und sicherheits-orientiert organisieren zu können. Nicht nur mittels klassischer Hochschuldidaktik, sondern auch über besondere Lern-Apps, sollen individuelle Einstiegs- oder Vertiefungsmöglichkeiten angeboten werden. Im Idealfall schließen die Teilnehmenden mit einem systematisch erworbenen Zertifikat ab.
  • Um die Motivation für das berufs- bzw. familienbegleitende Modul- oder Zertifikats-Studium zu fördern, wird auf eine betont digitalisierte Studienorganisation gesetzt. Damit einher geht – quasi beiläufig – eine Art Workplace-Learning. Für die absehbare Digitalisierung von Dienstleistungen im Bereich der Pflege- und Versorgungsorganisation (wie z. B. elektronische Assistenzsysteme zur Erfassung und Dokumentation pflegerelevanter Patientendaten, digitale Aktenführung etc.) wird dies als förderlich angesehen.
  • Die entwickelten Zertifikatsmodule können sich die Berufstätigen auch im bestehenden Bachelor-Studiengang Sozial- und Organisationspädagogik formal anrechnen lassen und erhalten damit einen gut organisierten Übergang in ein Studium.
  • Die entwickelten Lernmaterialien sollen nach Möglichkeit im Kontext von Open Educational Resources offen verfügbar gemacht werden und damit einen Beitrag zur Öffnung von hochschulischer Bildung leisten.
  • Die Lernmedien sollen in modularer Weise entwickelt, vielfältig kombinierbar und flexibel einsetzbar sein. Anstelle sequenziell-durchstrukturierten formellen Lehrplänen folgen zu müssen, sollen nach dem Warenkorb-Prinzip vielfältige PVO-Modulbausteine zu individuellen Lernplänen konfiguriert werden können. So entsteht die Chance für Berufstätige, bedarfsgerecht und in einer zu persönlichen Situation passenden didaktischen Art und Weise studieren zu können.

Kontakt

Birgit Oelker, M.Sc. (Projektkoordination)
Prof. Dr. Herbert Asselmeyer (Projektleitung)
StiftungUniversität Hildesheim
Institut für Sozial- und Organisationspädagogik
E-Mail: pflege@uni-hildesheim.de
Telefon: 05121/883 92400