Personal entwickeln und qualifizieren

Die Innovations- und Wettbewerbsfähigkeit Ihres Unternehmens ist eng verknüpft mit den Qualifikationen und Kompetenzen Ihrer Mitarbeiter. Doch kein Studium und keine Erstausbildung kann Ihre Beschäftigten auf das gesamte Berufsleben vorbereiten. Technologien entwickeln sich rasant weiter und die zunehmende Digitalisierung erfordert Ihr Handeln. Deshalb ist Weiterbildung für die Zukunftsfähigkeit und den langfristigen Unternehmenserfolg „sehr wichtig“ oder zumindest „ziemlich wichtig“ sagen 98 % der befragten Betriebe dem Trendmonitor Weiterbildung.

Potenziale nutzen und halten

Frau Krohn, beim Arbeitgeberverband Lüneburg-Nordostniedersachsen e. V. beraten Sie täglich Unternehmen zur Personalentwicklung. Vor welchen Herausforderungen und Aufgaben stehen Personalverantwortliche zurzeit?

Die Herausforderungen sind vielfältig. Es gibt eine Tendenz zu stärkerem arbeitsplatzbezogenen und informellen Lernen. Aufgrund der digitalen Transformation werden sich die Kompetenzanforderungen an Mitarbeiter verändern. Allerdings gibt es in vielen Betrieben noch keine Klarheit darüber, wie diese Kompetenzen zukünftig aussehen werden. Darüber hinaus scheidet die Baby Boomer-Generation in den nächsten Jahren aus dem aktiven Erwerbsleben aus. Daraus ergibt sich ein höherer Bedarf an einfachen Tools zum Wissenstransfer.

Warum werden dadurch Angebote der wissenschaftlichen (Weiter-)Bildung zunehmend interessant?

Zwei Kollegen im Gespräch vor dem Computer.

Eine akademische Weiterbildung als abgestimmtes Entwicklungsinstrument.

Zum einen verlassen viele Studienabsolventen die Hochschule bereits nach dem Bachelor-Abschluss. Diese Mitarbeitenden wollen sich oftmals nebenberuflich akademisch weiterbilden. Zum anderen werden die Lebensarbeitszeiten länger. Aus diesem Grund werden viele von uns zukünftig mehrere Berufe lernen und ausüben und aufgrund der schnelleren technologischen Veränderungen wird der Anpassungsdruck weiter steigen. 

Muss ich Angst haben, dass meine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter nach einer Weiterbildung den Betrieb verlassen?

Die persönliche Entwicklung ist eines der Hauptattraktivitätsmerkmale von Unternehmen, gerade bei jüngeren Mitarbeitern. Es ist also zur Mitarbeiterbindung durchaus sinnvoll, auch akademische Weiterbildung einzubeziehen. Bei akademischer Weiterbildung als abgestimmtes Entwicklungsinstrument bindet dieses eher, als dass Mitarbeiter nach dem Entwicklungsschritt den Betrieb verlassen.

Die Erfahrung zeigt, dass Mitarbeiter, die von sich aus eine akademische Weiterbildung durchführen – ohne die Unterstützung durch den Betrieb –, den Arbeitgeber in der Regel nicht aufgrund der Weiterbildung verlassen. Meist führen in diesen Fällen andere betriebliche Themen zu einer Umorientierung.

Formen wissenschaftlicher Weiterbildung

Viele Universitäten und Fachhochschulen haben eine breite Angebots-Palette im Bereich Weiterbildung. Ihnen eröffnen sich dadurch zahlreiche Möglichkeiten, Ihre Mitarbeiter fachlich und technologisch auf den neuesten Stand zu bringen. Angebote wie zum Beispiel

  • Module,
  • Zertifikatskurse oder
  • Seminare

dauern nicht so lange wie ein Studium. Oft sind sie extra für Fachkräfte und Berufstätige gedacht und es gibt keine besonderen Teilnahmebedingungen. Niedersächsische Angebote finden Sie auf unserer Landkarte oder zum Herunterladen in dieser Broschüre.

Und wenn es ein Studium sein soll…

Das können Sie von uns erwarten

Bei uns erfahren sie, welche Hochschule zur Weiterbildung für Ihre Fachkräfte passt. In unserem großen Netzwerk finden wir die richtige Ansprechperson für Ihr Anliegen und das richtige Format für Ihren Bedarf.

Die Servicestelle Offene Hochschule Niedersachsen ist eine Serviceeinrichtung für Unternehmen, Weiterbildungswillige, Studieninteressierte, Hochschulen und Einrichtungen der Erwachsenenbildung. Unsere Dienstleistungen sind für Sie kostenfrei. Wieso das geht, erfahren Sie hier.